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Frauenkirche Dresden

Die Frauenkirche in der Dresdner Innenstadt am Neumarkt ist ein Bauwerk mit einer sehr wechselvollen Geschichte und hoher Symbolkraft. Wie kaum ein anderes Gotteshaus in Deutschland verkörpert sie die Bemühungen der Menschen, Versöhnung und Frieden wieder herzustellen.

Die im zweiten Weltkrieg völlig zerstörte Frauenkirche wurde mit Hilfe von Spendengeldern aus aller Welt komplett wieder aufgebaut und 2005 eingeweiht.

Der barocke Zentralbau ist aber auch aufgrund seiner imposanten Bauweise äußerst reizvoll. Der Architekt und Ratszimmermeister George Bähr (1666-1738) ließ das Gotteshaus an der Stelle eines kleinen romanisch-gotischen Vorgängerbauwerks von 1726 bis 1743 errichten. Die steinerne Kuppel zählt zu den größten nördlich der Alpen und wurde von Bähr in Anlehnung an die Kuppelkirche Santa Maria della Salute in Venedig entworfen. Die Frauenkirche ist neben dem Straßburger Münster der größte Sandsteinbau der Welt.

Nach dem Wiederaufbau erstrahlt auch der prächtige Innenraum mit Altar und Orgel in neuem Glanz. Als einziges Element hatte der Barockaltar von Johann Christian Feige d. Ält. (1689-1751) die Feuersbrunst am 13. Februar 1945 in der Dresdner Innenstadt überstanden. Er konnte nach Kriegsende einigermaßen intakt aus den Trümmern der Frauenkirche geborgen und konserviert werden. Im Zuge der Renovierung wurde er in das neue Altarensemble integriert.

48 Jahre lang war die Frauenkirche ein Trümmerhaufen mitten im Zentrum von Dresden. Von der DDR-Regierung wurde die Ruine 1966 offiziell zum Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung erklärt, heute will die wieder erbaute Frauenkirche ein Symbol für den Frieden und die Versöhnung sein.